Verkäufer „An die Front“?

„Das Bild ist die Mutter des Wortes“
(Hugo Ball, dt. Schriftsteller – 1886-1927)

In den Gesprächen mit meinen Klienten fällt mir immer wieder auf, dass, wie selbstverständlich, bestimmte Begriffe gebraucht werden, ohne dass wir uns über die wahre Bedeutung und die Konsequenzen Gedanken machen.

Ein Klient, der viel im Verkauf beim Kunden vor Ort ist, sagte mir zum Beispiel: „Sie haben gut reden, Sie sind auch nicht täglich an der Front“.

„An der Front?“ – Im Duden steht über den Begriff Front: „Gefechtslinie, an der feindliche Streitkräfte miteinander in Feindberührung kommen; Kampfgebiet.“

Hallo??? Ist Ihr Kunde Ihr Feind? Führen Sie Krieg mit Ihren Kunden? „Kämpfen“ Sie mit Ihren Kunden?
Und dann wundern Sie sich wenn es „Verluste auf beiden Seiten gibt“?

Lassen Sie die Sprache der Kriegsszenarien zukünftig einfach weg. Achten Sie darauf, welches Wording Sie tagtäglich verwenden. Auch wenn Sie sagen, natürlich meine ich das nicht so – für Ihr Unterbewusstsein spielt Ihre „Meinung“ keine Rolle.

Überlegen Sie sich stattdessen, was Sie wirklich sagen wollen. Also zum Beispiel „Ich bin im Gespräch mit meinen Kunden.“ oder „Ich führe einen Dialog mit meinen Kunden.“ oder noch besser „Ich löse die Probleme und Aufgaben meiner Kunden.“.

Werden Sie also zum „Kundenversteher“ und zum „Problemlöser“ für Ihre Kunden und machen Sie sich Ihre Kunden zu Freunden!

Und nun wieder viel Freude beim Lesen und guten Erfolg beim Umsetzen des Tipps. Schreiben Sie mir Ihre Meinung und Diskutieren Sie mit.
Ich bin wieder gespannt auf Ihr Feedback – und bitte empfehlen Sie unserem Blog. Danke sehr!