So lassen Sie als Chef auch mal (richtig!) Dampf ab.

„Alles was uns an anderen missfällt,
kann uns zu besserer Selbsterkenntnis führen.“
(Carl Gustav Jung)

Manchmal könnten Sie vor Wut platzen, wenn Sie sich über Mitarbeiter oder Kunden ärgern? Als Chef haben Sie natürlich das Recht, Ihre Verärgerung und Enttäuschung zu zeigen, wenn etwas schief gegangen ist. Aber cholerische Ausbrüche sind fehl am Platz und nicht Ausdruck Ihres individuellen Temperaments, sondern mangelnder Selbstbeherrschung.

Natürlich sollen Sie Ihre Firma nicht emotionslos führen. Mit dem heutigen Tipp, etwas Selbstkontrolle und Übung werden Sie es schaffen, Ihrem Ärger kontrolliert(!) Luft zu machen. Schließlich schaden unkontrollierte Wutausbrüche nur Ihrem Unternehmen.

Außerdem sagen Psychologen schon lange, dass Zorn und Wut auch Ausdruck eigener Hilflosigkeit sind. Überlegen Sie deshalb, ob Sie sich generell überlastet fühlen. Nehmen Sie Ihre Wut zum Anlass, dauerhaft etwas gegen Ihren Stress zu tun.

Und so können Sie kontrolliert(!) Dampf ablassen:

  1. Nehmen Sie nicht jeden Fehler zum Anlass, Mitarbeitern eine Standpauke zu halten. Jeder hat mal einen schlechten Tag – auch Sie selbst. Überlegen Sie, ob die Sache es wert ist, viel Wind zu machen.
  2. Beziehen Sie Fehler nicht auf sich persönlich – kaum ein Mitarbeiter wird Mist bauen, nur um Sie zu ärgern. Gerade wenn Sie selbst ein Freund deutlicher Worte sind: Legen Sie nicht jedes Wort Ihrer Mitarbeiter auf die Goldwaage.
  3. Sprechen Sie den Mitarbeiter, der einen Fehler gemacht hat (der mehr als eine Bagatelle ist), möglichst schnell auf das Malheur an. Fressen Sie den Ärger nicht in sich hinein, bis der sprichwörtliche Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt.
  4. Wenn Sie fürchten, dass Ihnen trotzdem der Kragen platzen wird, gehen Sie vorher an einen Ort, wo Sie unbeobachtet sind. Schimpfen Sie dort lauthals vor sich hin. Werfen Sie statt harter Gegenstände weiche Bälle oder Kissen an die Wand – das hilft, Aggressionen abzubauen.
  5. Sprechen Sie mit der Person, die Ihren Ärger verursacht hat, immer in der Ich-Form. Beispiel: „Mich hat gestört, dass Sie meinen Auftrag nicht ausgeführt haben. Was ist der Grund für diese Panne?“ Vermeiden Sie direkte Vorwürfe und Beschuldigungen wie: „Sie sind unfähig.“

Bauen Sie also ein Klima auf, in dem auch Fehler erlaubt sind. Denn (nur) aus unseren Fehlern lernen wir!

Und nun wieder viel Freude beim Lesen und guten Erfolg beim Umsetzen des Tipps. Schreiben Sie mir Ihre Meinung und Diskutieren Sie mit.
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